Schnellschnitt

Schnellschnitt

Schnellschnitte werden im pathologischen Labor bevorzugt präpariert und untersucht. Die Methode kommt zum Einsatz, wenn während einer Operation das weitere Vorgehen vom pathologischen Befund abhängt. Der Operateur entnimmt die Gewebeprobe und schickt sie unfixiert ins Labor, während der Patient in der Narkose liegt. Die Probe wird in unserem Labor im Kryostat angefroren, geschnitten, und auf einen beschichten Objektträger aufgezogen. Anschließend erfolgt eine Schnell-HE-Färbung und die Probe wird unter dem Lichtmikroskop durch einen erfahrenen Pathologen untersucht. Zwischen dem Eintreffen der Probe im Labor, der abschließenden Diagnose und der telefonischen Übermittlung an den operierenden Arzt vergehen meist nur 10 bis 15 Minuten.

Hohe Diagnosegenauigkeit durch Wissen und Erfahrung

Innerhalb der kurzen Zeitspanne unterscheidet der Pathologe, ob ein gut- oder bösartiger Tumor vorliegt und ob er vollständig entfernt wurde. Er kann auch erkennen, ob eventuelle Metastasen von einem bereits bekannten Tumor stammen oder ob sie auf einen weiteren hinweisen. Auch wenn in der Regel beim Schnellschnitt nur eine Färbung verfügbar ist, liegt die Genauigkeit der Diagnose bei etwa 95 Prozent.



Unsere Diagnose entscheidet so direkt über die weitere Operationstaktik und die darauf folgende Behandlung mit. Der Operateur kann auf dieser Grundlage zum Beispiel entscheiden, ob er zusätzliches malignes Gewebe entfernen muss. Schnellschnitte, deren Ergebnis sich nicht eindeutig definieren lässt, werden von zwei Pathologen begutachtet, um die Diagnose abzusichern. Pro Jahr werden in unserem Haus mehr als 2.000 Schnellschnitte untersucht und diagnostiziert.

Die Pathologen in unserem Hause, die für die Begutachtung der Schnellschnitte zuständig sind, erweitern ihr Wissen und ihre Erfahrung stetig, indem sie regelmäßig an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie an Forschungsprojekten teilnehmen.